Herzlich Willkommen in der evangelischen Kirchengemeinde St. Nikolai.

Sie finden uns in der Oberkirche in Cottbus sowie in den umliegenden Dörfern Branitz, Dissenchen und Merzdorf.

Oberkirche St. Nikolai
Oberkirchplatz 12
03046 Cottbus

Die Oberkirche ist täglich geöffnet.

April bis Oktober: täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr
November bis März: täglich von 11:00 bis 16:00 Uhr

Zur Zeit finden wegen der Corona-Pandemie keine Gottesdienste, Andachten, musikalische Veranstaltungen und Versammlungen statt.

Trotzdem können Sie den Sonntagsgottesdienst in Ihrer Familie oder Freundeskreis feiern. Dazu stellen wir Ihnen den kompletten Ablauf des jeweiligen Gottesdienstes zur Verfügung. Sie finden Ihn in der folgenden PDF-Datei zum Ansehen, Herunterladen und Weitergeben:

 

Online-Andacht am Sonntag Judika 2020

Gottesdienst_Judika.pdf

am 5. So. der Passionszeit, Judika, 29.03.2020, Oberkirche St. Nikolai zu Cottbus
(von Pfr. Dr. Uwe Weise )
+++ Aufgrund der COVID-19 Pandemie als digitaler Lesegottesdienst zum Weiterleiten +++

Die Predigt als Audiodatei zum Herunterladen und Anhören: Predigt zu Hebr 13,12-14.m4a

 

 


Orgelmusik aus der Oberkirche St. Nikolai Cottbus

gespielt von Peter Wingrich

Die Klänge der Orgel gehören zu unseren Gottesdiensten und Andachten.Vielleicht werden Sie diese Musik in den nächsten Wochen vermissen. Dann finden Sie hier Orgelstücke zur Andacht, Besinnung und Stärkung.


pw Contemplatio I
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(hier verlassen Sie unsere Website)

Brahms - Herzliebster Jesu -
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pw Contemplatio II
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Eine MAL-AKTION für Klein & Groß

Das KREUZ – ein PLUSZEICHEN für Dich

Einsendeschluss ist Ostersonntag

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Gedanken für den März 2020

Jesus Christus spricht: „Wachet!“ (Mk 13,37 L)

In der sog. Endzeitrede, unmittelbar vor seinem Passionsweg, ruft Jesus seine Jünger und alle, die ihm nachfolgen, zur Wachsamkeit auf (Mk 13,33-37). Es ist eine Wachsamkeit, die sich nicht aus Angst oder Vorsicht speist. „Wachet!“ sagt Jesus den Seinen, damit sie seine – Jesu – Wiederkunft am Ende der Zeit nicht verpassen. Wann kommt der HERR wieder; wann ist sein großer Advent? Wann, wann, wann? Wann kommt er und rückt und bringt alles zurecht; wertet die Erde und ihre Moral und ihren Sinn um? Wann macht er alles neu? Dieses Ankommen sollen sie nicht verschlafen! Dieses brennende Wann der ersten Christen, die damit die Wahrheit ihres Glaubens verbanden, war eine Naherwartung, aus der sie lebten. Sie, die ersten Christen, glaubten, die Wiederkunft des Herrn noch zu Lebzeiten erwarten zu dürfen.
Wir leben in anderen Zeiten. Unser Glauben speist sich aus anderen Quellen, als denen einer unmittelbaren Erwartung. Für manche heute bedeutet das Verblassen der Naherwartung ein Ausbleiben des Herrn – sie erwarten nichts und niemand, leben erwartungslos im stetigen Jetzt. Was kann uns in unserer Zeit ein solches „Wachet!“, wie es Jesus den Seinen zuruft, bedeuten?
In der Passionszeit sind wir angehalten, den schweren Weg Jesu nach unseren Möglichkeiten mitzugehen; uns in sein Leiden mit einzufühlen, um vielleicht zu erfassen, was dieser Weg mit uns zu tun hat. Martin Luther ist immer davon ausgegangen, dass man Jesu Werk für uns – sein Leiden, sein Sterben und seine Auferweckung – nur im Glauben verstehen und sich aneignen kann; wenn man Jesus in sich aufnimmt, wenn er unser Eigen wird, wir ihn verinnerlichen. Dafür aber bedarf es gerade in unserer Zeit eine besondere Form der Wachsamkeit: sich also nicht vom Irrsinn und Wirrsinn unserer Tage ablenken zu lassen vom Wesentlichen. Und das Wesentlich ist es zu verstehen und anzunehmen, dass ich Menschenkind – egal ob es mir gut oder schlecht geht - zutiefst hilfs- und heilsbedürftig bin. Keiner von uns hilft oder heilt sich selbst. Und in Jesus erkennen wir unsere eigene Hilfs- und Heilsbedürftigkeit. „Wachet!“ also, dass ihr euch nicht selbst für die haltet, die ihr nicht sein könnt. „Wachet!“ also, dass ihr euch nicht verrennt im Scheinbaren. „Wachet!“ also, dass ihr euch nicht verliert, als die, die ihr seid: Menschen- und Gotteskinder.

„Ich danke dir von Herzen,
o Jesu, liebster Freund,
für deines Todes Schmerzen,
da du’s so gut gemeint.
Ach gib, dass ich mich halte
zu dir und deiner Treu
und, wenn ich nun erkalte,
in dir mein Ende sei.“ (O, Haupt voll Blut und Wunden – Paul Gerhardt, EG 85,8)

 

Pfr. Dr. Uwe Weise